Da darf ich jetzt mal richtig Hundeversteher und Dogprofiler sein:

Hier geht es auch um Psychologie bei der Erziehung und darum wie wir uns verhalten!

Schneiden wir dieses umfangreiche Thema mal ein wenig an, bevor wir dem Hund Befehle ins Ohr dröhnen. Hunde kommunizieren auf unterschiedliche Art miteinander und wir sollten unbedingt wissen, wie wir mit Gestik, Mimik und Körperhaltung dem Hund gegenüber erscheinen.

 

 

Frage: Nimmt der Hund uns ernst?!

Falls nicht, sollten wir uns bemühen, ernst genommen zu werden.                                

So nehmen wir uns zuerst die Sprache vor, die die Hunde auch verstehen!

 

 

Dies ist keineswegs die jeweilige Landessprache, obwohl Worte in Verbindung mit der Gestik und der Mimik, verbunden, und später bei der Sensibilisierung in den Vordergrund gehoben werden. Dies geschieht meist, weil beim Mensch das Wort in erster Linie zählt und nicht die Gestik oder die Mimik.

Deshalb lässt er sich auch einfacher belügen oder belügt sich sogar selbst!

Beim Hund ist das Wort ganz am Ende der Kommunikationsreihe!

 

 

Da ist die Lüge eigentlich kein Weg zur Durchsetzung! Eher eine Finte, die List oder das Vortäuschen von Schwäche oder Stärke! Beim Tierarztbesuch 1000fach erlebt wie gesund das Vierbein plötzlich ist oder wie schwach 70 kg Hunde auf einmal sind.

 

Also ist das Wort eigentlich nicht tauglich zum Kommunizieren mit dem Hund.

Bei Dressursituationen, für die Ausbildung bei Begleithundeprüfungen (BHP) oder allgemein beim Turnierhundesport (THS) sollte die Kommunikation im Vordergrund stehen. Dort ist die Gestik oder die Mimik eine "Hilfestellung“ und wird sogar bestraft! Solange das auf dem Hundedressurplatz passiert ist das auch in Ordnung!                                                                                                              

 

Bei der Erziehung des Hundes hat das aber keinen Wert.Nur ein Hund, der überall und jederzeit, wie z.B. in der Stadt, im Wald, in der Straßenbahn, im Hotel oder im Auto, in der Rolle des vom Menschen Geleiteten und Geführten ist, ist erzogen und zwar OHNE Leckerlie, Klicker und Rascheltüte!                                                  

Lediglich bei dem Namen des Hundes zur Identifikation seiner selbst, ist das  eigentliche Wort zu gebrauchen. Bei positiven und negativen Reaktionen ist der Laut ein besseres Hilfsmittel!

Helle Töne kommen bei Hunden immer positiver an als dunkle, die als negativ bewertet werden! So kann man ein "KLASSE!", ein "TOLL!" oder "SUPER!" hell als positiven Einfluss der vorangegangenen Situation bewerten, als ein dunkles und eventuell auch lauter gegebenes "AUS!" oder "NEIN!"

Das eigentliche Wort ist da nicht relevant, es könnte auch Schnitzel oder Pommes lauten!

Hunde verstehen erst mit der "Erfahrung des Ganzen"

Hierbei sei erwähnt, dass auch ein hell gegebenes FEIN durchaus verwirrend sein kann! Hier ist das Wort an sich sogar schon hinderlich! Am besten man streicht FEIN aus seinem Vokabular. Spätestens bei der Sensibilisierung der Erziehung ist es nahezu identisch! Man verwirrt den Hund damit nur und täuscht ihn!

Doch was könnte man als wichtiger erachten, wenn nicht das Wort des Menschen?

Die Mimik und natürlich auch die Gestik in Kombination! Es wurde herausgefunden, dass Verlegenheitsspuren in der Gesichtsmuskulatur hinterlassen werden, die den Menschen beim Lügen überführen! Auf dieser Kenntnis und auf die Tatsache, wie Hunde in unserer Welt zurechtkommen, basiert das DOGPROFILING!

Ups,....da Hunde die Mimik und die Gestik der Menschen kennen (da diese sie über die ganze Zeit studieren), können sie sie sehr wohl auch lesen! An der Stelle sei erwähnt, dass es mit Sicherheit mehr Menschenversteher unter den Hunden gibt, als Hundeversteher unter den Menschen! Doch ist es selten, dass nur ein Zeichen den Hund davon überzeugt und er gleich handelt! Da braucht es mehr! Viel mehr!

 

 



Grund dafür sind die Lebensumstände der Vorfahren in Tundra und Steppe. Alle Sinne der Tiere und Verhaltensweisen helfen, um beispielsweise abzuklären, ob das Gegenüber freundlich oder feindlich ist, Nahrung oder Gefahr.

In erster Linie erkennen sich die Tiere am Geruch. Ist er vertraut und die Rangordnung klar, erweist das ranguntere Tier Demut. Mit den Gliedmaßen (Schwanz, Ohren, geduckte unterwürfige Gangart) wird dies also angezeigt!

 

 

Vom ranghöheren Tier wird das auch mit ständigem Blick bestätigt und zur Kenntnis genommen! Sollte die Rangordnung angezweifelt werden, so wird es zu Gebärden kommen und bei diesen sollte es zur Schlichtung führen. Ansonsten ist der Kampf noch ein weiterer Weg zur Problembewältigung.

Dies geschieht also alles mit den natürlichen Sinnen, der Gestik und Mimik! Warum diese Sinne eine wichtige Rolle spielen und welche Reihenfolge angelegt ist, darüber könnte man ganze Bücher verfassen, aber es würde den Rahmen sprengen.Alleine meine Vorlesung zu dem Thema Kommunikation ist zwei Stunden lang, aber man sollte bei der Erziehung von Tieren wissen, wie sie mit einander kommunizieren und dies auch unbedingt mit einfließen lassen!

Entgegenkommen zeigt Interesse und Respekt!

Die meisten Probleme werden hier gelöst!

Ein Beispiel:

Ihr Hund liegt in der Mitte eines engen Flures im Haus, oder mitten des Raumes.

Jetzt möchte man die Zimmer aufräumen und kreuzt den Weg mit dem liegenden Hund mehrmals und läuft aber immer um den Hund herum. Der Mensch in diesem Beispiel gibt an, den Hund nicht "unnötig aufzuscheuchen" und ihn zu "stressen". Auch ist es für ihn kein Umstand dem Tier seinen Platz zu lassen!

Im Rudel läuft der Rudelführer seines Weges und es ist abzusehen, dass irgendwann ein anderes Mitglied im Wege liegt. Ihm würde es physisch keine Verluste bringen um ihn herumzulaufen, aber er wird womöglich alles daran setzen, dieses Mitglied aufzufordern den Weg zu räumen. Und wenn es sein muss mit Gewalt! In den meisten Fällen wird hier nur angetestet, ob die Hierarchie noch intakt ist und bei konsequenter Verhaltensweise, ist dies auch kein besonderes Thema: Kurzes Knurren und Zähne zeigen dürfte da alles sein. Doch sollte diese Reaktion ausbleiben, ist dies ein Zeichen von Schwäche und wird gnadenlos registriert. Auch von anderen! So passiert das also auch, wenn der Rudelführer der Meinung ist, dass ein Mitglied aufsässig ihm gegenüber ist und kreuzt bewusst den Weg des liegenden um es herauszufinden.

Legt sich also unser Hund mitten in einen Raum so muss er damit rechnen verscheucht zu werden und gegebenenfalls, tun wir ihm diesen Gefallen gerne. Es sei denn wir wollen unseren Stand als Rudelführer an ihn verlieren!

Man sieht an diesem kleinen Ausschnitt wie wesentlich und kompakt die Kommunikation zwischen Hund und Mensch ist, denn:

Gute Gespräche zu führen ist Wichtig!

Mindestens so wichtig wie die Gespräche der Menschen untereinander!

 

Inhaber

Rainer Weber

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